Terroranschlag im Grossmünster

Am Buss- und Bettag 1776 besuchen 1200 Gläubige das Zürcher Grossmünster – und der Abendmahlswein ist vergiftet. Der berühmte Pfarrer und Physiognomiker Johann Caspar Lavater und sein Zögling, der Waisenjunge Jakob Zundel, möchten den Täter aufgrund seiner Gesichtsbildung überführen. Der eine im Dienst Gottes und der Gerechtigkeit, der andere, um das Herz von Judith, der Tochter des Sigristen, zu gewinnen.

Facebook im Jahr 1776

Über 200 Jahre vor Facebook macht Lavater das Gesicht zum Schauplatz. Im vorrevolutionären Europa, einer Zeit voller Widersprüche und Konflikte, stösst sein Versprechen, das Innere des Menschen von seiner äusseren Erscheinung ablesen zu können, auf überwältigendes Interesse. Bei Lavater findet die Spurensicherung nicht am Tatort statt, sondern in den Gesichtszügen der Verdächtigen. Umso brisanter, dass die Spur des Verbrechens schon bald ins Innere des menschlichen Körpers führt.

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